Die erste Hürde und eine aufregende Nacht liegen hinter mir!

Das Abenteuer hat nun wirklich begonnen. Und ich habe die ersten Lektionen für meine Weltreise gelernt.

Der Job in Kas bei Can hat sich innerhalb der letzten Tage zur Sklaverei gewandelt. Anfangs war mir das gar nicht so bewusst, weil ich es von Deutschland gewohnt war, hart zu arbeiten. Den Job habe ich über die HelpX Seite gefunden. Alle Jobs dort sind für Unterkunft und Essen ohne Bezahlung und werden für 4-5 Stunden tägliche Arbeit angeboten. Bei Can musste ich von Anfang an täglich zwischen 8 und 10 Stunden arbeiten und da mir der Job Spaß machte, hat mir die Mehrarbeit auch nichts ausgemacht. In der letzten Woche jedoch hat er mich ständig wie seinen persönlichen Sklaven behandelt und ich fing an, mich zunehmend unwohler zu fühlen. Unter den Gästen waren fast nur noch Pärchen und ich war somit ziemlich alleine. Ich habe als jahrelang erprobter Single, kein Problem damit alleine zu sein. Und ich war auch darauf vorbereitet, als Alleinreisende immer wieder Phasen zu haben, in denen ich nicht von Freunden umringt bin. Die Kombination aus dem unangenehmen Gefühl im Camp und der Einsamkeit, waren jedoch ein wenig viel und so war ich die letzten Tage wirklich deprimiert. Am Freitag sind dann zwei deutsche Jungs und Maria aus Australien über Couchsurfing im Camp gelandet und haben meine Stimmung etwas erhellt. Da alle drei heute abreisen wollten, habe ich mit dem Gedanken gespielt, ebenfalls meine Sachen zu packen und zu verschwinden. Weiterlesen